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Geschrieben von Heinz Liebisch
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Chaguaramas, Trinidad, 15.12.2011
Wir sind wieder zurück in Trinidad, wie immer kommen unsere Berichte mit etwas Verzögerung. Auch unsere Rückreise hierher haben wir um einen Monat hinaus geschoben. Warum? Meine Ischiasprobleme, die im Juni hier in Trinidad begannen, erforderten massive Dosen Medikamente verschiedenster Natur, angefangen mit indischen selbst geschneiderten Pillen und Spritzen von einem Dr. Vishnu Maharadja. Welch bedeutungsschwangerer Name.
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Geschrieben von Heinz Liebisch
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Windward Islands; April – Mai 2011
Wir haben unsere Flugtickets nach Europa gebucht, ab geht es am 13. Juni für ca. 3 Monate. Helicorne II kommt derweil an Land, geschützt unter einem Plastikzelt und mit einem Lufttrockner ausgerüstet. Das grosse Problem ist, während der Regenzeit („hivernage“, unser Sommer) das Entstehen von Schimmel zu unterbinden.
Es bleiben noch ein paar Arbeiten zu erledigen; wir brauchen ein neues Cabriolet über dem Niedergang, das alte, zerfressen von der vielen Sonne, löst sich in seine Bestandteile auf. Zwar hält der Stoff noch recht gut, die Transparentpartien ebenfalls, aber die Nähte und die Reissverschlüsse sind morsch geworden.
Während der zwei Monate die bis zu unserer Abreise nach Europa bleiben, wollen wir die „Windward Islands“ besuchen, den südöstlichen Teil der Karibik mit den Inseln Grenada, Carriacou, Union, die Tobago Kays, St. Lucia, St. Vincent und vielleicht auch Martinique.
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Die « Dermochelys coriacea » von Grand Rivière, Trinidad |
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Geschrieben von Heinz Liebisch
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Mit dem Mietauto fuhren wir, d.h. Hanne und Werner von der Kia-Ora (eine kleine deutsche Yacht) und wir Zwei nach Grand Rivière an die Nordküste von Trinidad um dem Spektakel der Eiablage der immensen Lederrückenschildkröten beizuwohnen. Sie kommen alle 2 bis 3 Jahre von sehr weit her, teils von Skandinavien oder Südafrika, an ihren Geburtsort zurück (das vermutet man) und legen dann in 5 bis 7 Etappen jeweils an die hundert Eier ab, also mehr als 500 Eier pro fertile Saison.
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Geschrieben von Heinz Liebisch
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Port of Spain, dem 09.03.2011
Karneval von Trinidad
Jeder kennt die Tradition, Fasching, Karneval oder Fastnacht und feiert oder feiert nicht. In Lateinamerika, insbesondere Brasilien, aber auch, und vielleicht ganz besonders in Trinidad und Tobago, hat dieses Fest einen ganz besonderen Stellenwert. Die Trinidados sind überzeugt, dass ihr Karneval der schönste und grösste ist.„Carne vale“ (Fleisch ade) wurde schon bei den alten Römer gefeiert und bei den Griechen feierte man in einem Frühlingsfest zu Ehren Dyonisos, dem Gott der Freude und des Weins. Es wurde im 17ten Jahrhundert von den Franzosen nach Trinidad gebracht und hat sich im Laufe der Zeit vom damaligen „Maskenball“ zum heutigen Strassenspektakel entwickelt. Das milde Klima hat mit dazu beigetragen, dass dieser Karneval zu dem wurde was er heut ist. In unseren Breiten herrscht zu dieser Zeit noch der Winterfrost. |
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Geschrieben von Heinz Liebisch
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Trinidad & Tobago; vom 9. Dezember 2010 bis Mitte März 2011
Es sind die zwei ersten Inseln in der Karibik wenn man vom Süden (Brasilien) oder vom Osten (Kanaren) kommt. Trinidad zählt eigentlich noch nicht zum karibischen Inselgürtel, war bis vor 10'000 Jahren mit Südamerika verbunden (der Meeresspiegel lag damals, Dank der letzten Eiszeit um 100 m tiefer) und ähnelt eher der venezuelanischen Landschaft, Fauna und Flora gleichen sich. Übrigens liegt Venezuela nur 6 Meilen weiter im Westen, wo hingegen Tobago im Nordosten die erste typische Karibikinsel ist.
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Geschrieben von Heinz Liebisch
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Von Salvador nach Trinidad
In Salvador treffen wir wieder wie schon das letzte Mal Manfred von der österreichischen Yacht „Maus“ Er befindet sich in einem erbarmenswerten Zustand. Nachdem er auf der Bootsmesse von Genua sein neues Buch vorgestellt hat (er schreibt auf italienisch) und während 10 Tagen Autogramme verteilte, revoltierte sein Körper; Arthrose in Schulter und Hüfte. Er musste bei seiner Ankunft in Salvador per Rollstuhl aus dem Flugzeug ins Spital und weiter auf sein Schiff gebracht werden, wo er während einer Woche medikamentös versorgt, versuchte, wieder Oberhand zu gewinnen.
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Von Rio nach Salvador de Bahia |
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Charitas, 03.10.2010
Der Wind steht günstig. Wir legen los, motoren aus der Bucht und setzen bald die Segel. Ein letzter Blick auf Rio und den Corcovado, dann nehmen wir Abschied.
Zuerst segeln wir in Richtung Ost bis zum „Cabo Frio“ wo dann der Küstenverlauf sich nach Nord orientiert. Cabo Frio ist wirklich viel kälter als das Meer rundherum; eine Tiefseeströmung aus der Antarktis kommt hier bis an die Oberfläche und kühlt Luft und Wasser merklich ab. Später durchqueren wir eine Zone mit über 100 Bohrinseln; wir halten uns gut fern davon.
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